Bahnhofsschliessungen

30. März 2017

Bahnhof

Unsere Dachorganisation Inclusion Handicap hat rechtliche Schritte gegen die Schliessungen angekündigt.

Sie haben es den diversen Medienberichten in den vergangenen Tagen entnommen:
Der Bund hat festgelegt, dass alle 1800 Bahnhöfe in der Schweiz bis Ende 2023 behindertengerecht sein müssen. Wie der «Rundschau» , Schweizer Fernsehen SF, bekannt ist, wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt erst 800 der 1800 Bahnhöfe in der Schweiz umgebaut.  Statt die teuren Anpassungen vorzunehmen, sollen mehrere Dutzend kleine Bahnhöfe geschlossen werden – oder wurden bereits geschlossen. Betroffen seien 30 Bahnhöfe von Privatbahnen wie der BLS oder der Südostbahn, berichtete die «Rundschau» am 29. März 2017.

Für Interessierte publizieren wir hier den Link zur Übersicht der Bahnhöfe https://www.srf.ch/news/welche-bahnhoefe-sind-bereits-behindertenfreundlich-und-welche-nicht.
Die aufgelisteten Bahnhöfe sind kategorisiert in «erledigt», «geplant», «unklar», «verspätet», «aufheben».

Unsere Dachorganisation Inclusion Handicap kündigte in der «Rundschau» rechtliche Schritte gegen Bahnhofsschliessungen in der ganzen Schweiz an. Juristin Caroline Hess-Klein: «Die Bahnen haben den Auftrag, Bahnhöfe umzubauen und nicht einfach zu schliessen. Wir werden bei den Klagen zu Ferenbalm und Reutlingen Privatpersonen juristisch unterstützen.»

Das Bundesamt für Verkehr will mit zusätzlichen zwei Milliarden Franken die SBB und Privatbahnen dazu bringen, auch kleinere Bahnhöfe hindernisfrei umzubauen statt ganz zu schliessen.