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Jeannine Cannata liest ein Buch in Braille-Schrift.

Wie soll man kochen, ohne die Mehl- von der Zuckerdose unterscheiden zu können? Wie einkaufen, wenn man die Produkte im Laden nicht erkennt? Für Jeannine Cannata sind ganz alltägliche Dinge immer schwieriger zu bewältigen, weil sie fast nichts mehr sieht. Lesen ist kaum mehr möglich, sie hat nur noch 5 Prozent ihrer Sehkraft.

Seit 2009 bildet sich ihr Sehnerv immer weiter zurück. Die Augenärzte stehen vor einem Rätsel. Niemand kennt die Ursache der Krankheit oder kann voraussagen, wie sie weiter verläuft. «Die Ungewissheit ist für mich, meine Kinder und meinen Mann sehr schwer zu ertragen.» An manchen Tagen hadert die 42-Jährige mit ihrem Schicksal. Trotz der schleichenden Erblindung muss sie für ihre Familie sorgen.

Beim Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband lernt Jeannine Cannata deshalb die Blindenschrift. Das erleichtert ihr den Alltag: Zu Hause etikettiert sie nun Vorratsdosen damit und kocht dadurch wieder selbständig. An Bahnhöfen findet sie den richtigen Zug, denn die Nummern der Perrons sind an den Handläufen ertastbar. «Die neue Fähigkeit hilft mir jeden Tag und schenkt meiner Familie Hoffnung für die Zukunft.»

Wenn Menschen ihre Sehkraft verlieren, gerät vieles ins Wanken. Bitte unterstützen auch Sie die Kurse und Trainings des SBV für Betroffene wie Jeannine Cannata. Dank der Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner finden blinde und sehbehinderte Menschen zurück ins Leben. Ich würde mich deshalb über eine Spende für unsere Arbeit sehr freuen. Jeder Beitrag ist wertvoll – herzlichen Dank.

 

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