Dank Apps selbstständiger leben

Sprachfunktionen wie Siri erleichtern blinden und sehbehinderten Menschen das Leben. Hingegen müssen zum Beispiel Orientierungs-Apps noch besser werden. Michel Turrian, blind seit 1987, sagt: «Ich habe einige ausprobiert. Doch schon ein Meter daneben kann lebensgefährlich sein». Der SBV arbeitet daran, technische Hilfsmittel wie Apps für Betroffene zu verbessern und sammelt dafür mit seiner Herbstkampagne Spenden.

Als Michel Turrian erblindete, gab es noch keine Smartphones – das war 1987. Seither lebt der 64-jährige gelernte Feinmechaniker in ewiger Dunkelheit. Inzwischen ist Michel Turrian verheiratet und hat zwei Söhne. Täglich geht er ins SBV-Bildungs- und Begegnungszentrum, wo er wunderbare Werke aus Speckstein schafft. Er nutzt sein Handy um Hörbücher zu «lesen». Und abends lässt er sich im E-Kiosk des SBV Zeitungen auf dem Computer vorlesen. Aber: Elektronische Geräte werden für Sehende entwickelt. Für den Weg zur Arbeit kann Michel Turrian das Smartphone zur Navigation noch nicht benützen: «Ich habe es ausprobiert», sagt er, «die Ortung ist einfach nicht genau genug. Schon ein Meter daneben kann für uns Blinde auf der Strasse lebensgefährlich sein».

Das soll besser werden, so zum Beispiel mit MyWay, einer speziellen Navigationsapp, der App Recunia zum Erkennen von Banknoten und der Intros-App zur erleichterten Nutzung des ÖV. Der SBV hat diese Apps entwickelt. Er erweitert und optimiert sie laufend. So können diese Hilfsmittel blinden und sehbehinderten Menschen helfen, möglichst selbstständig zu leben.

 

Interessiert darüber zu berichten?

Gerne können Medienschaffende mit dem Leiter der SBV-Fachstelle Technologie & Innovation, Luciano Butera, und Nutzenden von SBV-Apps für Sehbehinderte Interviews führen.

Kontakt und Infos

Luciano Butera, Leiter – Fachstelle Technologie & Innovation
031 390 88 63 | 079 415 10 87 | luciano.butera@sbv-fsa.ch

Marcel Odermatt - Projektleiter Mittelbeschaffung
031 390 88 10 | Mobile 079 795 57 30 | marcel.odermatt@sbv-fsa.ch

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