Neuer sbv-Workshop zur Barrierefreiheit: Mensch vor Technik
Am 11. September 2026 führte der sbv erstmals ein neues Workshopformat durch, das zwei Perspektiven miteinander verbindet: die Sensibilisierung für Blindheit und Sehbehinderung sowie das Berücksichtigen und Testen digitaler Barrierefreiheit. Die rund 20 Teilnehmenden unseres Kunden healthinal AG profitierten spürbar von dieser Kombination aus persönlichem Erleben und praktischer Anwendung im digitalen Raum.
Mit Dunkelbrille und weissem Stock erlebt man an unseren Sensibilisierungsveranstaltungen, welche Herausforderungen die Orientierung ohne Sehen mit sich bringt. Bildquelle: sbv
Die healthinal AG entwickelt und betreibt digitale Lösungen im Gesundheitswesen. Gerade dort ist es entscheidend, dass digitale Angebote möglichst vielen Menschen zugänglich sind. Rund 20 Teilnehmende aus Projektmanagement, Softwareentwicklung, Customer Success und Support setzten sich deshalb an unserem Workshop intensiv mit der Frage auseinander, was Barrierefreiheit in der Praxis und in der Entwicklung und Nutzung von digitalen Anwendungen bedeutet.
Digitale Barrierefreiheit beginnt mit Verständnis
Im Zentrum des Workshops stand ein klarer Grundsatz: Mensch vor Technik. Wer digitale Angebote barrierefrei gestalten will, muss verstehen, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihren Alltag erleben und digitale Anwendungen nutzen.
Der Workshop begann deshalb bewusst nicht am Bildschirm. Stattdessen war der erste Teil des Tages der Sensibilisierung für den Alltag mit Sehbehinderung gewidmet. Bereits der Weg zum gemeinsamen Mittagessen wurde so zu Erlebnis: Mit Simulations-Brillen, weissem Stock und unserer Orientierungs-App MyWay Pro konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, welche Anforderungen Orientierung und Fortbewegung im öffentlichen Raum mit sich bringen können.
Auch beim Mittagessen selbst wurden alltägliche Hürden unmittelbar erfahrbar: Wer wollte, konnte mit einer Dunkelbrille ohne zu sehen essen.
Hinter jeder digitalen Anwendung steht ein Mensch
Am Nachmittag wechselte der Fokus in die digitale Welt. Anhand konkreter Beispiele wurde aufgezeigt, wie blinde und sehbehinderte Menschen Websites und Apps nutzen, wo Barrieren entstehen und welche Lösungen bereits gut funktionieren.
Die Erfahrungen am Vormittag schärften das Bewusstsein der Teilnehmenden für Barrierefreiheit spürbar. Sie stellten andere und oft vertieftere Fragen, als wir sie aus vergleichbaren Workshops kennen. Die Verbindung von persönlichem Erleben und digitaler Barrierefreiheit verlieh dem Workshop einen besonderen Mehrwert und bestätigte einmal mehr: Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur eine technische Frage. Sie beginnt mit dem Verständnis für die Menschen, für die digitale Angebote entwickelt werden. Hinter jeder digitalen Anwendung steht ein Mensch, der sie selbstständig und möglichst ohne Hürden nutzen können soll.
Wir danken der healthinal AG und allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihr Interesse und ihre Bereitschaft, sich auf neue Perspektiven einzulassen und Barrierefreiheit unmittelbar zu erleben. Gemeinsam treiben wir digitale Barrierefreiheit voran und schaffen Lösungen, die für alle Menschen zugänglich sind.
Möchten Sie das auch erleben?
Möchten Sie für Ihr Unternehmen, Ihre Hochschule, Ihren Verein einen solchen Workshop durchführen? Wir zeigen Ihren Mitarbeitenden praxisnah, was Barrierefreiheit bedeutet – von der Sensibilisierung für Blindheit und Sehbehinderung bis zum Testen digitaler Angebote. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.