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Mehr digitale Teilhabe im Alltag für blinde und sehbehinderte Menschen – mit dem sbv an Ihrer Seite.

#DigitaleBarrierefreiheit

Kampagne Herbst 2024 - Ein Kochherd ohne fühlbare Knöpfe, ein Online-Shop ohne auffindbaren Warenkorb: digitale Barrieren begegnen blinden und sehbehinderten Menschen überall im Alltag. Auf unserer Themenseite und auf Social Media zeigen wir, wie solche Hürden aussehen und wie sie sich überwinden lassen. Mit praktischen Infos, nützlichen Links – und mit Memes: Weil Aufklärung auch unterhaltsam sein darf.

Mobilität

An die Wohnung gebunden?

Den richtigen Weg zu finden, kann für blinde und sehbehinderte Personen eine grosse Herausforderung sein. Besonders in unserer digitalisierten Welt: Ticketautomaten sind für blinde Menschen kaum bedienbar, Anzeigen im Bus nicht lesbar, Reisebuchungen online oft unmöglich.

Das muss nicht sein!

Der sbv bietet vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote zurück zur selbstständigen Mobilität – professionell und kostenlos. Ob Schulungen zu digitalen Hilfsmitteln oder Tipps zur sicheren Navigation; wir sind an Ihrer Seite. Und damit nicht genug: Der sbv hat mehrere hilfreiche Apps entwickelt.

Arbeit

Berufliche Schwierigkeiten?

Wenn die Sehkraft nachlässt, können eingeübte Arbeitsabläufe plötzlich Probleme bereiten. Und besonders schwierig wird die Jobsuche: Vielen Arbeitgeber:innen ist nicht bewusst, wie sehr eine blinde oder sehbehinderte Person ihr Unternehmen bereichern kann.

Wir unterstützen Sie!

Das Job Coaching des sbv unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen bei der beruflichen Integration. Und berät Arbeitgebende, die blinde oder sehbehinderte Menschen im Team haben oder neu einstellen wollen. Die Coaches arbeiten eng mit IV, RAV und Betrieben zusammen, um nachhaltige Lösungen zu finden.

Leben

Hürden überall?

Websites und Automaten sind oft nicht barrierefrei, und bei Haushaltsgeräten wird es erst richtig schwierig. Je digitaler Kaffeemaschine oder Herd, desto grösser das Potenzial für Hürden: Touchscreens, die nicht sprechen, und Schalter, die sich nicht ertasten lassen, bleiben unsichtbar.

Wir bauen sie ab!

Unsere Interessenvertretung verhandelt hartnäckig und engagiert mit Herstellern, Unternehmen oder Politik. Um digitale Hürden abzubauen – und sie in Zukunft gar nicht mehr entstehen zu lassen.

Chancen nutzen, Missstände beseitigen

Billettautomaten, Webseiten oder Kaffee-maschinen: Die Digitalisierung ist in fast allen Lebensbereichen angekommen. Diese Chancen gilt es zu nutzen und Hürden abzubauen. Damit alle Menschen in der Schweiz frei von Barrieren den Alltag bewältigen und am öffentlichen Leben teilnehmen können.

Frust bei der Benutzung einer Kaffeemaschine

Frust bei der Benutzung einer Kaffeemaschine

Smartphone-Nutzung: Unterschiede je nach Sehrest.

Smartphone-Nutzung: Unterschiede je nach Sehrest.

Hürden beim Tickekauf im öV

Hürden beim Tickekauf im öV

Helfen Sie mit?

Ihre Unterstützung zählt!

Setzen Sie sich für digitale Barrierefreiheit ein und unterstützen Sie den sbv in seinem Engagement für blinde und sehbehinderte Menschen. Ob durch eine Newsletter-Anmeldung, eine Spende oder als Mitglied – werden Sie Teil unserer Gemeinschaft und helfen Sie uns, die digitale Teilhabe für alle zu fördern!

Informieren

Unser Newsletter informiert einmal im Monat über den Verband und alles, was für blinde und sehbehinderte Menschen in der Schweiz wichtig ist. Ob barrierefreie Events, neue Tools, politische Entwicklungen oder Tipps und Tricks für den Alltag.

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Unterstützen

Gemeinsam bauen wir Barrieren ab. Dank Ihrer Spende kann der sbv blinde und sehbehinderte Menschen auf ihrem Weg zur Selbständigkeit unterstützen – wir danken Ihnen herzlich dafür!

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Als sbv-Mitglied erhalten Sie Zugang zu vielen attraktiven Angeboten. Massgeschneiderte Beratungen, Freizeitaktivitäten, Kurse und Angebote Ihrer Sektion, das Magazin «Augenblick» und vieles mehr – sind Sie dabei?

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Stimmen

Darum ist digitale Barrierefreiheit nötig – und bietet Chancen!

Roland Studer
Die Chancen, die die Digitalisierung bietet, müssen auch für blinde und sehbehinderte Menschen genutzt werden. Ganz besonders in Bezug auf die Wahrnehmung der demokratischen Partizipation.

Roland Studer, Präsident Verbandsvorstand sbv

Facts

Wissenswertes und Hintergründe zur digitalen Barrierefreiheit

Digitale Barrierefreiheit bedeutet: Dienstleistungen und Anwendungen, die digital bedient werden müssen, sind frei von Barrieren und lassen sich von allen Menschen bedienen und konsumieren: von Personen ohne Behinderung wie von Personen mit Behinderungen, etwa bei der Motorik oder im Seh- und Hörvermögen. Von Informationen auf Websites über Billettautomaten oder Apps bis zu Kaffeemaschinen mit Touchscreens und vielem weiteren mehr.

Die Digitalisierung ist im täglichen Leben nicht mehr wegzudenken und fast überall präsent. Sie nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein und betrifft viele Bereiche, in denen sich der Alltag kaum ohne digitale Anwendungen bewältigen lässt.

Gleichzeitig eröffnet die Digitalisierung enorme Chancen für die Barrierefreiheit. Dazu gehören zum Beispiel barrierefreies Onlineshopping oder E-Banking. Und auch analoge Hürden, die dank der Digitalisierung barrierefrei werden können: Etwa E-Voting statt des jetzigen, nicht barrierefreien, Stimmzettels oder E-Collecting statt physischen Unterschriftensammlungen.

Hunderttausende von Menschen in der Schweiz sind sehbehindert. Aufgrund der demographischen Veränderung – immer mehr Menschen werden immer älter – steigt die Zahl der Betroffenen. Und der Anteil an Menschen mit einer Behinderung insgesamt beträgt mehr als 1.5 Millionen.

Wegen der fehlenden Barrierefreiheit können viele Produkte, Websites, Apps sowie Alltagsdienstleistungen wie Kaffeemaschinen und Billettautomaten von Menschen mit Behinderungen jedoch nicht oder nur erschwert selbstständig bedient werden. Dies widerspricht sowohl der 2014 von der Schweiz ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention sowie dem Behindertengleichstellungsgesetz von 2004 und erschwert oder verunmöglicht die Teilhabe von Betroffenen am Alltag und am öffentlichen Leben auf nicht zumutbare Weise.

Gleichzeitig könnte die Barrierefreiheit im Digitalen stossende Missstände beseitigen, etwa durch digitale Teilhabe an demokratischen Prozessen, die noch immer nicht barrierefrei sind.

Wird Barrierefreiheit von Anfang an mit eingeplant, können digitale Lösungen einen enormen Beitrag zur Sicherstellung der Barrierefreiheit insgesamt leisten. So können etwa barrierefreie Online-Dienste oder Apps viel zur Barrierefreiheit von Produkten und Nutzungen beitragen.

Konkrete Anwendungsfelder umfassen clientseitige Software, Websites, Apps, Apparate der Wohnungsinfrastruktur, Haushaltsgeräte sowie immer öfter mobile Zahlungslösungen. Zudem können bestehende Hürden dank der Digitalisierung beseitigt werden. Etwa durch  E-Voting anstatt der nicht barrierefreien Stimm- und Wahlzettel, oder durch das Bereitstellen von Audio-Versionen von schriftlichen Inhalten.

Ein Beispiel, das direkt den Alltag betrifft, sind Billettautomaten: Für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung lassen sich diese oftmals nicht barrierefrei nutzen. Fast ausnahmslos funktionieren Billettautomaten nur über Touchscreens, verfügen über kleine Bildschirmflächen und Anzeigen in kleiner Schrift.

Dabei ist besonders zu beachten, dass blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen in ihrer Mobilität auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Dienstleistungen und Transportmittel sowie deren Infrastruktur müssen für betroffene Personen selbstständig nutzbar sein. Billettautomaten müssen dringend barrierefrei konzipiert werden.

Das setzt unter anderem voraus, dass sie über eine klare und übersichtliche Anordnung der Bedienelemente verfügen, einen Bildschirm mit hoher Qualität, ein Sprachmodul und eine gute Auffindbarkeit haben sowie an einem wettergeschützten Standort platziert sind.

Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Das Recht, am öffentlichen Leben teilnehmen und den eigenen Alltag bewerkstelligen zu können, ist in der UNO-Behindertenrechtskonvention festgehalten. Wir alle können einen wichtigen Beitrag leisten für eine Schweiz, die dieses längst überfällige Recht endlich einlöst. Ohne digitale Barrierefreiheit fehlen zudem Hunderttausende von Menschen in der Gesellschaft. Als Kundinnen und Kunden, als Stimm- und Wahlberechtigte bei Abstimmungen und Wahlen, im Alltag und im aktiven gemeinsamen Zusammenleben.

Unterstützen Sie unsere Anliegen? Dann teilen Sie unsere Beiträge in den Sozialen Medien. Wählen Sie Politikerinnen und Politiker, die sich für Barrierefreiheit einsetzen. Oder melden Sie sich mit eigenen Ideen und Lösungsansätzen bei uns.

Haben Sie Fragen zur digitalen Barrierefreiheit?

Unser Team berät Sie gern.

Melden Sie sich bei uns, und wir verbinden Sie mit unseren IT-Spezialist:innen oder vermitteln Ihnen die nötigen Kontakte für eine Beratung oder ein Coaching. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!